Nicht alle Harnischwelse sind auch gleichzeitig L-Welse, aber alle L-Welse sind Harnischwelse. Warum das so ist erklärt neben einigen allgemeinen Informationen der Artikel aus Wikipedia.
Die Harnischwelse (Loricariidae) sind eine Familie der Ordnung der Welsartigen.
Sie sind in Südamerika beheimatet, zumeist im Amazonaseinzugsgebiet und dessen Nebenflüssen und leben in der Regel als Bodenfische in allen möglichen Fließgewässern.
Allgemein besitzen sie einen abgeflachten, langgestreckten Körper und sind an den Körperseiten und bei einigen Arten auch auf der Bauchseite durch Knochenschilde gepanzert. Das Maul besitzt kräftige Lippen und ist zu einer Saugscheibe umgebildet. Dadurch ist es hervorragend daran angepasst, Aufwuchsnahrung von Steinen und Wurzeln abzuraspeln sowie sich in schnell fließenden Gebirgsbächen durch Ansaugen an passenden Unterlagen festzuhalten. Es gibt auch Gattungen der Harnischwelse, die sich vorwiegend von Holz ernähren, etwa die Gattung Panaque (und Panoquolus).
Die Größe der Harnischwelse variiert sehr stark. Von nur 3 bis 4 cm kleinen Zwergformen über mittelgroße Arten von etwa 12 bis 15 cm bis hin zu regelrechten Riesen, die auch schon einmal über 1 m Länge erreichen können.
Zu den Harnischwelsen gehören zahlreiche Arten, die gerne in Aquarien gehalten werden. Sie sind häufig daran zu erkennen, dass sie mit ihrem Maul zumeist an der Scheibe kleben und diese nach Algen “abgrasen”.
Daneben besitzen die Harnischwelse wie die überwiegende Mehrzahl der Siluriformes rund um ihre Mäuler unterschiedlich viele und variabel gestaltete Barteln, die mit Flüssigkeit gefüllt sind und ein wesentliches Orientierungsmittel der Fische darstellen.- Siehe auch Axillardrüse.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Knochenfischen besitzen Harnischwelse eine verstellbare Iris. Diese erinnert aufgrund ihrer Form an den umgedrehten griechischen Buchstaben omega (Ω) und wird deshalb auch Omega-Iris genannt. Der obere Teil der Iris kann sich je nach Lichteinfall weiten oder zusammenziehen und sich so den herrschenden Lichtverhältnissen anpassen. Wenn viel Licht in das Auge einfällt, bekommt die Iris die den Namen gebende Form.
Bei der Haltung von Harnischwelsen in der Gefangenschaft sollte wegen dieser Barteln darauf geachtet werden, dass die Tiere nicht mit scharfkantigen Gegenständen (Bodengrund) in Berührung kommen, da die Barteln andernfalls verletzt werden könnten.
Die Nachzucht erweist sich in Aquarien mitunter als schwierig. Dennoch kommt es häufig zu spontanem Ablaichen, wie z.B. beim Blauen Antennenwels (Ancistrus sp.) auch ohne Zutun des Pflegers. Die Harnischwelse laichen in meist selbst gegrabenen Höhlen ab, gelegentlich werden die Gelege auch auf Holz oder Steinen angelegt. Bis zum Schlüpfen der Jungtiere betreiben die meisten Arten Brutpflege, wobei die Männchen oft die Verantwortung tragen.
Zu der gattungs- und artenreichen Familie gehören unter anderem die Gattungen: Ancistrus, Farlowella, Glyptoperichthys, Otocinclus, Rineloricaria, Sturisoma
Warum aber nun L-Welse auf jeden Fall auch Harnischwelse sind erklärt dieser Ausschnitt aus der Systematik.
- Unterfamilie Delturinae
- Delturus
- Hemipsilichthys
- Unterfamilie Hypoptopomatinae
- Acestridium
- Corumbataia
- Epactionotus
- Eurycheilichthys
- Hisonotus
- Hypoptopoma (Aristommata, Diapeltoplites)
- Microlepidogaster
- Nannoptopoma
- Niobichthys
- Otocinclus
- Otothyris
- Otothyropsis
- Oxyropsis
- Parotocinclus
- Pseudotocinclus
- Pseudotothyris
- Schizolecis
- Unterfamilie Hypostominae
- Tribus Ancistrini
- Acanthicus
- Ancistrus
- Baryancistrus
- Chaetostoma (Hypocolpterus, Lipopterichthys)
- Cordylancistrus
- Dekeyseria (Zonancistrus)
- Dolichancistrus
- Exastilithoxus
- Hemiancistrus
- Hemiancistrus landoni (unbeschriebene Gattung)
- Hopliancistrus
- Hypancistrus
- Lasiancistrus
- Leporacanthicus
- Leptoancistrus
- Lithoxus (Paralithoxus)
- Megalancistrus
- Neblinichthys
- Panaque
- Parancistrus
- Peckoltia
- Pseudacanthicus
- Pseudancistrus
- Pseudolithoxus
- Spectracanthicus (Oligancistrus)
- Tribus Corymbophanini
- Corymbophanes
- Tribus Hypostomini
- Hypostomus
- Tribus Pterygoplichthyini
- Hemiancistrus annectens Gruppe (unbeschriebene Gattung)
- Glyptoperichthys
- Pterygoplichthys
- Tribus Rhinelepini
- Pogonopoma
- Pseudorinelepis
- Rhinelepis
- Tribus Ancistrini
- Unterfamilie Lithogeneinae
- Lithogenes
- Unterfamilie Loricariinae[2]
- Tribus Loricariini
- Gruppe Loricaria
- Brochiloricaria
- Loricaria (Fusiloricaria)
- Paraloricaria
- Ricola
- Gruppe Loricariichthys
- Furcodontichthys
- Hemiodontichthys
- Limatulichthys
- Loricariichthys
- Pseudoloricaria
- Gruppe Pseudohemiodon
- Apistoloricaria
- Crossoloricaria
- Dentectus
- Planiloricaria
- Pyxiloricaria
- Rhadinoloricaria
- Pseudohemiodon
- Reganella
- Gruppe Rineloricaria
- Dasyloricaria
- Ixinandria
- Rineloricaria
- Spatuloricaria
- Gruppe Loricaria
- Tribus Hartiini
- Aposturisoma
- Cteniloricaria[3]
- Farlowella
- Harttia
- Harttiella
- Lamontichthys
- Metaloricaria
- Pterosturisoma
- Sturisoma (Parasturisoma)
- Sturisomatichthys
- Tribus Loricariini
- Unterfamilie Neoplecostominae
- Kronichthys
- Neoplecostomus
- Pareiorhina
- Pareiorhaphis (Isbrueckerichthys)
Vergleicht man nun die Unterfamilie Hypostominae (Tribus Ancistrini) nun mit der (in)offiziellen L-Nummern Liste, dann sieht man dass meines Wissen alle der L-Welse aus dieser Liste entstammen.